Wettbewerb

Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks

Künstlerische Leitung
Radoslaw Szulc


Spitzenmusiker sind keine Menschen, die sich gerne auf ihren Lorbeeren ausruhen. Sie sind neugierig, stets auf der Suche nach neuen künstlerischen Herausforderungen. Das sind sie ihrem Talent, ihrem Können schuldig. So hatten Konzertmeister Radoslaw Szulc und Kontrabassist Karl Wagner im Jahr 1999 die glänzende Idee, mit dreizehn gleichgesinnten Streichersolisten ein neues Kammerorchester aus Mitgliedern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks zu gründen, just zum 50. Jubiläum des Klangkörpers.

Repertoireschwerpunkt bildet die Literatur für reines Streichorchester; für kleiner dimensionierte Symphonien und Solokonzerte werden nach Bedarf Bläsersolisten des Symphonieorchesters hinzugezogen. Das so entstandene variable Kollektiv versteht sich vornehmlich als Virtuosen-
vereinigung, die kammermusikalischen Ensemblegeist pflegen will. Diesen hohen Anspruch realisieren die Musiker ohne Dirigenten, man spielt im Stehen und Radoslaw Szulc übernimmt als primus inter pares die künstlerische Leitung.

Bereits die erste eigene Konzertreihe des Kammerorchesters in der Saison 1999/2000 im Münchner Prinzregententheater wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. Fernsehproduktionen und CD-Aufnahmen folgten. Das Ensemble, gerühmt für seinen charakteristischen, homogenen und warmen Streicherklang, bestreitet mittlerweile seine neunte Saison und bildet eine feste Säule im reichen Münchner Musikleben. Erst kürzlich kürte die Abendzeitung die »Münchner Elitetruppe« zu einem der »brillantesten Ensembles im deutschsprachigen Raum«.

Das Kammerorchester musiziert mit namhaften Künstlern wie Rudolf Buchbinder, Janine Jansen, Lang Lang, Mischa Maisky, Sabine Meyer, Shlomo Mintz, Daniel Müller-Schott, Julian Rachlin, Maxim Vengerov, Lars Vogt. Im Rahmen seines Mozart-Zyklus brachte es in der Saison 2005/06 gemeinsam mit Frank Peter Zimmermann alle fünf Mozart-Violinkonzerte zur Aufführung und erhielt dafür euphorische Kritik. »Zimmermann und den vorbildlich aufmerksamen, klang-
kultivierten Mitstreitern gelang es, die ideensprühende Vielfalt des ganzen Werkkomplexes genauso plastisch zu verdeutlichen wie den Charakter der einzelnen Stücke zu verlebendigen«, schrieb die Süddeutsche Zeitung im Januar 2006 und feierte die Konzerte als überragende Höhepunkte der Saison.

In den europäischen Musikmetropolen und bei internationalen Festivals ist das Kammerorchester gern gefragter Gast. 2003 gab man das vielbeachtete Debüt im Goldenen Saal des Musikvereins in Wien, im Sommer 2005 spielte das Orchester anlässlich des 70. Geburtstages von Arvo Pärt beim Rheingau Musik Festival ein ganz dem Komponisten gewidmetes Programm. Dieser bedankte sich nach dem Konzert bei den Musikern mit den Worten: „Das kann man nicht schöner spielen“