Wettbewerb

Henschel Quartett

Nach einem ausverkauften Konzert in Londons berühmter Wigmore Hall schreibt die Strad „...ein Höhepunkt des Konzertjahres. Magisch!“. Die Süddeutsche Zeitung titelt nach gefeierten Konzerten in München „Giganten der Kammermusik“ und „Draufgänger – bestürzende Intensität bei einem Höchstmaß an differenziertem Quartett-Spiel“.

1994 gelang es den Geschwistern Henschel mit Mathias Beyer-Karlshφj den idealen Cellopartner zu finden. Bereits in den intensiven Studienjahren bei Felix Andrievsky, Thorleif Thedeen, Sergiu Celibidache und dem Amadeus Quartett, später bei Mitgliedern der Quartette Alban Berg und La Salle, sahen sich die jungen Musiker mit höchsten internationalen Ansprüchen konfrontiert.

1995 gewann das Quartett bei den Internationalen Wettbewerben in Evian, Banff und Salzburg gleich fünf Preise für die besten Interpretationen von Mozart bis zu zeitgenössischen Werken. Im Jahr darauf folgte in Osaka der Gewinn des 1. Preises und die Verleihung der Goldmedaille. Gefeierte Debüts in den wichtigsten Musikzentren sowie ein umjubelter Einspringer für das Juilliard Quartet in Londons Wigmore Hall, von der BBC live übertragen, ebneten den Weg „in die 1. Liga der international führenden Quartettformationen“ (WAZ).

Diese Saison führt die Musiker u.a. zu ihrem dritten Auftritt bei den BBC Proms, in die Wigmore Hall London, die Alte Oper Frankfurt, in die Hamburger Musikhalle, zur Schubertiade Schwarzenberg, als Kulturbotschafter der BRD zum Europalia Festival ins Bozar/Brüssel, wiederholt an den spanischen Königshof in Madrid, auf ihre 11. Konzerttournee nach Japan, wo der größte japanische TV Sender NHK das Konzert in Tokio überträgt, sowie zweimal auf Konzertreise in die USA. Anläßlich der Wiedereröffnung des UNESCO Weltkulturerbes Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar im Oktober 2007 hat das Henschel Quartett Manfred Trojahns Lettera Amorosa urauffgeführt.

Zu den Kammermusikpartnern des Henschel Quartetts gehören Till Fellner, Anna Gourari, Sharon Kam, Sol Gabetta, Christian Elsner und Julie Kaufmann. Jeden Sommer gestaltet das Henschel Quartett die erfolgreiche Festival Trilogie mit einem jeweils wechselnden Kollegenensemble. 2007 feierte das Mutterfestival in Seligenstadt sein 10-jähriges Jubiläum. Inzwischen schlossen sich der Nymphenburger Sommer und die Meisterkonzerte Stuttgart an. Im April 2007 widmet das wichtigste englische Fachmagazin THE STRAD dem Henschel Quartett die Titelgeschichte.

Die Lehrtätigkeit des Quartetts begann vor 8 Jahren beim Kuhmo Festival in Finnland, seitdem unterrichten die Mitglieder regelmäßig im In- und Ausland. Das führte die Musiker 2003 und 2004 nach Australien, wo sie neben Konzerten in Melbourne, Adelaide und Sydney mehrwöchige Meisterklassen für Musikstudenten gaben. Diese Saison erreichten das Quartett Einladungen zu Meisterklassen in die USA an das MIT, das Boston Conservatory sowie nach Dartington in England.

Unter den CD-Einspielungen des Henschel Quartetts erhielt die Produktion der Mendelssohn Streichquartette den Preis der deutschen Schallplattenkritik, die Box wurde für die MIDEM Awards in Cannes 2006 nominiert und vom International MusicWeb zur „CD des Jahres 2005“ gekürt. 2006 und 2007 erreichte sie Platz 1 unter den Top 10 der japanischen HMV Charts. Die vielbeachtete Einspielung der Ginastera Quartette wurde von der „Grammophone“ besonders ausgezeichnet. Neuerscheinungen sind: O.Respighis „Il Tramonto“ mit M. Kozena bei Deutsche Grammophon (Preis der deutschen Schallplattenkritik), sowie L.v. Beethoven Streichquartette op.18/6 und op.127 für SonyBMG (nmz topliste).

2006 wurden die Mitglieder des Henschel Quartetts als erste Klassik Künstler zu SOS Kinderdorf e.V. Botschaftern ernannt. Damit ist es dem im Bereich Kinder- und Jugendarbeit sehr engagierten Ensemble möglich eine seit vielen Jahren laufende, stille Unterstützung der wichtigen SOS Kinderdorfarbeit zukünftig offiziell und hörbarer fortzuführen.